Die Work-Life-Balance ist ein Thema, das in der Arbeitswelt immer mehr an Bedeutung gewinnt. Immerhin soll Arbeit nicht der einzige Lebenszweck sein, sondern vielmehr auch Möglichkeiten für ein sinnerfülltes Leben über den Arbeitsalltag hinaus sichern. Besonders in der Schichtarbeit scheint die Balance zwischen Arbeit und sinnvoller Freizeit beziehungsweise erfülltem Familienleben doch recht eingeschränkt zu sein. Wie du ein besseres Gleichgewicht zwischen Schichtarbeit und anderen Lebensinhalten herstellen kannst, ist Thema dieses Beitrages.

Strukturen schaffen

Ein wichtiger Aspekt bei der Schaffung einer zeitgemäßen Work-Life-Balance ist eine ausgewogene Verteilung von Arbeit, Erholung und Entspannung. Dabei definieren wir Erholung in erster Linie als die Phasen des Schlafes, während zur Entspannung insbesondere Freizeitaktivitäten und das Familienleben als solches zählen. In diesen Bereichen lohnt es sich, klare Strukturen zu schaffen, um eine Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse und derer der Familie zu vermeiden. Besonders für die Zeiten in denen in Nachtschicht gearbeitet wird, sind gut organisierte Schlafzeiten und Zeiten für Freizeit und Familie wichtig.

Das Leben genießen

Auch wenn du in Schichtarbeit arbeitest, kannst und sollst du das Leben genießen. Die Bedingungen gerade in der Schaffung der dafür notwendigen Zeiten sind zwar etwas schwieriger, lassen sich aber auch gut gestalten. Im Wesentlichen ist es ratsam, die Arbeitstage in ihrer Struktur zu dritteln. Ein Drittel für die Arbeit, ein Drittel für den Schlaf und ein Drittel für Freizeit und Familie. Meistens gerät in den Zeiten der Spätschicht der Bereich der Familie etwas ins Hintertreffen, was durchaus mit dem anderen Lebensrhythmus von Partnern und Kindern zu tun hat. Hier kann in der Arbeitswoche nur wenig Ausgleich geschaffen werden. Nachholen solltest du die verlorene gemeinsame Zeit auf jedem Fall an deinen freien Tagen. Dann kommt auch keiner zu kurz. Ganz bewusst solltest du mindestens einmal im Monat, besser einmal in der Woche einen gemeinsamen Höhepunkt organisieren, an dem alle gemeinsam Spaß haben können. Das kann auch ein Besuch im Hallenbad oder im Freibad sein. Möglichkeiten dafür finden sich viele.

Hobbys pflegen

Bereits an anderer Stelle haben wir über die Wichtigkeit der Hobbys für Schichtarbeiter geschrieben. Hobbys sind Teil der Persönlichkeit und gehen oftmals weit über eine reine Liebhaberei hinaus. Vor allem in der Gemeinschaft mit anderen lassen sich Hobbys gut pflegen und stellen dann auch die Verbindung zur Gemeinschaft her. Gerade diese Gemeinschaft ist für eine gute Work-Life-Balance wichtig, ergeben sich doch gerade hier viele Möglichkeiten, von der Arbeit abzuschalten und sich in der eigenen Interessenwelt auch mit anderen auszutauschen.

Was du für eine gute Work-Life-Balance auch bei Schichtarbeit tun kannst

Es wäre absolut schädlich, im Rahmen der Schichtarbeit das gesamte Leben der Arbeit unterzuordnen. Gerade dann, wenn du in Schichtarbeit beschäftigt bist, kommt einer guten Work-Life-Balance eine besondere Bedeutung zu. Das solltest du dir als erstes klar machen, bevor du Strukturen schaffst, die deinen Lebensinteressen und den Interessen deiner Familie dienen.

Als wichtigsten ersten Punkt musst du dir darüber im Klaren sein, was du im Leben außerhalb der Arbeit erwartest. Im nächsten Schritt kannst du überlegen, wann und wie sich diese Erwartungen erfüllen lassen. Ab und an wirst du hier Abstriche machen müssen. Gerade in den Wochen mit Spätschicht oder Nachtschicht sind einige Möglichkeiten der Entspannung nur eingeschränkt nutzbar aber nicht unmöglich.

Plane deine freie Zeit genau und sorgfältig und halte dich dann auch an diesen Plan. Wenn nötig, kannst du auch deine Eltern, Freunde und Bekannte mit einbeziehen, wenn beispielsweise Kinder betreut werden müssen, damit du mit deinem Partner auch gemeinsame Zeit verbringen kannst. Eine gute Work-Life-Balance im Rahmen der Schichtarbeit ist vor allem eine Frage der guten Organisation. Gehst du mit diesem Grundsatz an die Ausgestaltung deiner freien Zeiten, sollten die Einschränkungen nicht all zu groß sein. Natürlich immer im Rahmen dessen, was dein ganz persönlicher Biorhythmus neben der Arbeit zulässt.