Heute möchte ich mal ein Thema mit dir besprechen, was mir sehr am Herze liegt, weil es eben auch genau MEIN Thema ist.

Ich habe bisher viele Dienste gehabt, in denen ich was mein Essverhalten angeht so ganz und gar nicht auf das gehört habe, was ich euch immer predige und ja, ich muss gestehen, dass ich ganz oft ein Verlierer meiner eigenen Werte war und sehr oft Dinge in mich reingeschaufelt habe, die meinem Körper nicht gut getan haben und die auch meine mentalen Kraftreserven angegriffen haben. Jetzt fragst du dich vielleicht wie Essen deine mentalen Kraftreserven angreifen kann, weil Essen ja eigentlich eine stoffliche und damit körperliche Geschichte ist.

Lass es mich dir so erklären:

Stell dir vor, du bist bei deinem Freund zum Essen eingeladen  und dieser Freund hat dir versprochen, dass er dir ein leckeres und gesundes Essen bereiten wird. Du freust dich mega, weil dir klar ist, dass gesundes Essen der Schlüssel zu deiner Lebenskraft ist. Plötzlich motzt dein Freund rum und sagt, dass ihm das aber viel zu lange dauert und er eigentlich gar keinen Bock hat für dich was zuzubereiten. Du schaust ihm entsetzt zu, wie er dir eine fettige Pizza bestellt und sich anschließend laut stöhnend ein Bier aufmacht bevor er sich aufs Sofa wirft.

AAAAAAAAHHHHHHRRRGGG!

Du bist dieser Freund!! Du hast dir gutes Essen versprochen und dein eigenes Versprechen an dich gebrochen. Jedes Mal wenn das passiert, verlierst du etwas Glauben an dich und somit dein wertvolles Selbstbewusstsein. Ist das nicht Mist?

Und weil ich schon so oft nicht die beste Freundin für mich war, möchte ich dir heute meine drei wichtigsten Tipps an die Hand geben, wie es mir gelungen ist, mich wieder mehr an meine eigenen Versprechen zu halten und im Spätdienst oder auch in den langen Nachtschichten nicht in die Falle des Fast Foods zu tappen. Denn gerade diese Dienste sind es, die mich oft dazu verleitet haben, mir Dinge einzuverleiben, die mit einem Mehr an Lebenskraft so gar nicht vereinbar waren.

 

Tipp Nummer 1: Bereite dich gut vor!

Nichts fataler als im Spätdienst oder der Nachtschicht dazustehen und nichts zu essen dabei zu haben. Denn was passiert, wenn der große Hunger kommt und alle anderen sich beim Dönerladen um die Ecke was holen? Richtig – du wirst dir auch was holen. Wobei der Döner noch die beste Alternative zu all den möglichen Fast Food Gerichten sein könnte.

Wenn wir Hunger haben, neigen wir dazu unser Bedürfnis nach Essen sofort stillen zu wollen. Und je mehr Hunger wir haben, desto egaler ist es uns auch, was wir zu uns nehmen. Bist du schon mal richtig hungrig einkaufen gegangen? Dann weißt du, dass die Rechnung am Ende des Einkaufes deutlich höher ist als an Tagen, an denen du nicht hungrig durch die Regale geschlichen bist. Es ist nun mal so, dass Hunger unser Gefühl für Vernunft ausschaltet und eine schnelle Befriedigung der Gelüste nach Nahrung das einzige ist, was unsere Synapsen zustande bringen.

Mir hilft es, wenn ich mich wirklich auf den Dienst vorbereite. Ja nachdem wieviel Zeit zwischen den Diensten ist, kann das eine logistische Herausforderung werden. Ich weiß, dass viele wirklich einen chronischen Mangel an Zeit haben und jetzt sagen, dass sie es einfach nicht schaffen, sich Essen vorzukochen. Das muss auch gar nicht sein! Jedoch gibt es auch gute Fertigprodukte, wenn es wirklich nicht zu schaffen ist, sich was frisches selbst zu basteln.

Was ich mittlerweile immer vorbereitet habe, ist der grüne Smoothie. Der ersetzt auch mal ganz gut eine Mahlzeit. Wenn du ein Problem damit hast, dass du meinst nur durch das Kauen der Nahrung satt zu werden, empfehle ich dir den einfach etwas dicker zu machen. Oder du machst eine Bowl und haust dir Nüsse mit rein. Im Kühlschrank hält der Smoothie eine ganze Weile. Er ist vielleicht nicht mehr ganz so schön. hellgrün wie am Anfang, aber dafür schmeckt er trotzdem immer noch gut und gibt deinem Körper gesunde Nährstoffe für ein Mehr an Power.

Bereite deine Sachen immer so vor, dass du nicht in die Verlegenheit kommst, dir was bestellen oder holen zu müssen. Am besten versuchst du deine Dienste ein wenig vorzuplanen, damit du immer schon weißt, was es gesundes geben wird.

 

Tipp Nummer 2: Visualisiere das, was du auf keinen Fall werden möchtest!

Ich kenne diese Dienste, in denen ich zu Fast Food und Co gegriffen habe nur zu gut und ich kenne das kurze glückliche Gefühl, wenn der Schokoriegel auf der Zunge zergeht oder der Burger gerade so köstlich schmeckt. Aber ich kenne auch dass Gefühl, wenn ich mich danach so maßlos über mich selbst ärgere und genau weißt, dass ich durch meine eigene Schwachheit für noch mehr Schwächen gesorgt habe. Denn was habe ich erreicht? Ich habe mich selbst enttäuscht und ich fühle mich kraftlos, weil ich meinen Körper nicht mit den richtigen Nährstoffen versorgt habe. Ich falle meist in ein Loch der Müdigkeit, weil mein Magen und mein Darmtrakt sich einfach schwer tut, diese Dinge zu verarbeiten.

Mein persönliches Ziel ist es, mit hohem Alter noch so fit zu sein, dass ich nicht so werde wie viele Menschen, mit denen ich beruflich zu tun habe. Hilflos, krank, ständig auf der Suche nach dem nächsten Arzt, der das nächste Medikament verschreiben kann. Angewiesen auf andere, deren Hilfe, weil so vieles nicht mehr gelingt. Versteh mich nicht falsch, ich weiß, dass wir alle älter werden und der Alterungsprozess sich von keinem von uns abwendet ABER ich bin fest davon überzeugt, dass wir unsere Erkrankungen oft selbst verursacht haben. Wenn ich mein Leben lang nur künstlich produzierte Sachen zu mit nehme, brauche ich nicht erwartet, dass ich immer mit guter Gesundheit gesegnet bin.

Ich visualisiere mir also genau die Dinge, die ich nicht möchte. Die meisten Leute visualisieren sich Dinge, die sie in ihrem Leben erreichen möchten, aber ich persönlich finde mehr Kraft im umgekehrten Weg.

Ich sehe alles, was ich nicht möchte sehr klar und deutlich vor mir und es hält ich dann oft davon ab, diesen einen Fehler zu machen und und den zweiten Schokoriegel noch hinterher zu schieben. So kann ich mich auch oft von anderen distanzieren, wenn die sich diverse Süßigkeiten gönnen. Ich sehe vor mir, wohin es führen kann und da ich da partout nicht hin möchte, lasse ich die Finger davon.

 

Tipp Nummer 3: Lass dir von anderen nichts sagen!

Wenn du beginnst, dich anders zu ernähren, werden andere Menschen aufmerksam und der ein oder andere wird dich auf die Probe stellen und dir das Gefühl geben, dass das was du da tust nicht richtig ist. Bullshit! Es ist dein Leben und du musst auf niemanden hören, der dir ein schlechter Ratgeber ist. Die Leute werden oft neidisch, weil sie eigentlich wissen, dass das was du tust gut ist und sie selbst merken, dass sie schwach sind. Das macht manche echt aggressiv, was sich in immer wiederkehrenden vermeintlich guten Ratschlägen äußert. Lass sie reden! Deine Gesundheit und deine Zukunft sind wichtiger als die Meinungen der Leute! Mehr kann ich zu diesem Tipp gar nicht sagen!

 

Abschließend würden mich deine Tipps sehr interessieren! Wie schaffst du es, dich im Spätdienst oder Nachtdienst oder in der Frühschicht gesund zu ernähren? Was motiviert dich, was treibt dich an?